Dr. Hedwig Herold-Schmidt

Lehrkraft für besondere Aufgaben/ Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Professur für Kulturgeschichte
Hedwig Herold-Schmidt, Dr.
Lehrkraft für besondere Aufgaben/Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Hedwig Herold-Schmidt
Telefon
+49 3641 9-44394
Fax
+49 3641 9-44392
Raum 308
Zwätzengasse 3
07743 Jena

Sprechzeiten:

  • SoSe 2020: Di 12-14 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Kulturgeschichte ist ein vielfältiges und faszinierendes Forschungsfeld, denn Kultur umfasst das Ganze! Also nicht nur Kultur im Sinne von Hochkultur, sondern Lebenswelten der Vergangenheit mit all ihren Facetten und Bedingtheiten, vor allem auch aus der Perspektive der Individuen.

Reisen und Sprachen interessierten mich immer schon; dazu gehörte bald auch die Neugier auf die Gewordenheit des Fremden und des Eigenen. Dem konnte ich mich im Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Ethnologie in Köln und München widmen; Kulturgeschichte als eigenständiges Studienfach gab es damals noch nicht!

Im Anschluss an meine Dissertation zu Spanien im 19. und 20 Jahrhundert – auf diese Zeit konzentrieren sich meine Forschungen und Lehrveranstaltungen allgemein – folgte ein Forschungsprojekt zum fränkischen Adel im 19. Jahrhundert und ein Editionsprojekt zur deutschen Pressegeschichte im Vormärz, begleitet von zahlreichen Lehraufträgen in Jena und Kassel. Seit 2005 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Kulturgeschichte, wo sich mein Spektrum in Forschung und Lehre sowohl zeitlich als auch thematisch erweiterte (z.B. auf Festkultur und Religiosität in der Moderne). Die besondere Hinwendung zur Kultur- und Sozialgeschichte von Gesundheit und Krankheit, mithin allgemein zu Themen der Historischen Anthropologie, ist geblieben, ebenso ein Schwerpunkt in West- und Südwesteuropa.

Zur Person

Vita Inhalt einblenden
  • Seit 2005: Lehrkraft für besondere Aufgaben bzw. wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Volkskunde/Kulturgeschichte, Friedrich-Schiller-Universität Jena.

  • 2003 - 2005: DFG-Projekt: Neuedition der „Deutschen Tribüne“ 1831/32, Ludwig-Maximilians-Universität München.

  • 2000 - 2004: Lehraufträge, Friedrich-Schiller-Universität Jena.

  • 2004: Lehrauftrag, Universität Kassel.

  • 1998 - 2001: Forschungsprojekt (LMU-München): „Der fränkische Adel im 19. Jahrhundert“

  • 1992 - 1997: Promotionsstudium, Ludwig-Maximilians-Universität München.

  • 1992 - 1993: Archivaufenthalt in Spanien.

  • 1989 - 1992: Magisterstudiengang: Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Völkerkunde, Ludwig-Maximilians-Universität München.

  • 1986 - 1989: Magisterstudiengang: Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und  Völkerkunde, Universität zu Köln.

  • 1975 - 1983: Berufstätigkeit.
Forschungsschwerpunkte Inhalt einblenden
  • Südwesteuropäische Geschichte (19./20. Jahrhundert)

  • Deutsche Geschichte (19. Jahrhundert) (Presse, Verfassung)

  • Sozial- und Kulturgeschichte von Gesundheit und Krankheit, Adelsgeschichte (19./20. Jh.)

  • Religion und Religiosität im 19. und 20. Jahrhundert.

Schriftenverzeichnis

Monographien Inhalt einblenden

Gesundheit und Parlamentarismus in Spanien. Die Politik der Cortes und die öffentliche Gesundheitsfürsorge in der Restaurationszeit (1876-1923), Husum 1999.

Hedwig Herold-Schmidt/Elisabeth Hüls: Deutsche Tribüne (1831-1832). Herausgegeben von J. G. A. Wirth. Neu herausgegeben von Wolfram Siemann und Christof Müller-Wirth. Bd. 2: Darstellung, Kommentar, Glossar, Register, Dokumente, München 2007.

  • Darin zusammen mit Elisabeth Hüls: Inhalte, Berichterstattung, Redaktionsarbeit und Mitarbeiter, S. 65-101.

  • Eigene Beiträge: Deutschland und Europa in der „Deutschen Tribüne“ - Zentrale Themen und Hintergründe, S. 103-152 – Erläuterungen, S. 155-378 – „Register“, S. 433-554.
Herausgeberschaft Inhalt einblenden

Zusammen mit Sebastian Dorsch und Peer Schmidt: Clergy and Religiosity in the Age of the Atlantic Revolutions: Latin America, 1767-1850. Clero y religiosidad en la época de las revoluciones atlánticas: América Latina, 1767-1850, Köln u. a. 2011.

Aufsätze Inhalt einblenden

Ärztliche Interessenvertretung im Kaiserreich 1871-1914, in: Robert Jütte (Hg.): Geschichte der deutschen Ärzteschaft. Organisierte Berufs- und Gesundheitspolitik im 19. und 20. Jahrhundert, Köln 1997, S. 43-95. 

Bemühungen um eine Reichsärzteordnung, in: Deutsches Ärzteblatt, Nr. 21 vom 23. Mai 1997, S. 1419-1420.

Die Geschichte der Ingolstädter Donaubrücken, in: Donaubrücken in Ingolstadt, Festschrift zur Einweihung der 3. Donaubrücke, (Hg.):vom Stadtarchiv Ingolstadt, Ingolstadt 1998, S. 11-55.

Parlamentarios y élites políticas en la España contemporánea, in: Notas. Reseñas iberoamericanas. Literatura, sociedad, historia 5 (1998), S. 13-23.

El discurso demográfico en los debates sobre política sanitaria en las Cortes de la Restauración, in: Actas del IV Congreso de la Asociación de Demografía Histórica. Bilbao 2000, 2 Bände, Bd. 2, S. 51-72.

Von dem Ende der ersten zum Scheitern der zweiten Republik, in: Peer Schmidt (Hg.), Kleine Geschichte Spaniens, Stuttgart 2002, S. 329-442 (2. Auflage 2004).

Ehe – Stift – Dienst: Lebensperspektiven und Handlungsspielräume adeliger Frauen im beginnenden 19. Jahrhundert, in: Julia Frindte/ Siegrid Westphal (Hg.): Handlungsspielräume von Frauen um 1800, Heidelberg 2005, S. 223-250.

Demagogenverfolgungen, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 2, Stuttgart 2005, Sp. 893-895.

„Der kurze Sommer der Anarchie“ – der Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs 1936, in: Damals. Das Magazin für Geschichte und Kultur, 38. Jg., 7 (2006), S. 64-71.

Politische Polizei, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 10, Stuttgart 2009, Sp. 150-152.

„Man sollte sie zum Teufel jagen“. Schauplatz, Ablauf, Organisation [des Wiener Kongresses], in: Damals. Das Magazin für Geschichte und Kultur, 41. Jg., 1 (2009), S. 33-37.

Die Feste der iberischen Diktatoren: Spanien und Portugal in den 1940er Jahren, in: Michael Maurer (Hg.): Festkulturen im Vergleich. Inszenierungen des Religiösen und Politischen, Köln u.a. 2010, S. 291-319.

Ultramontanismus, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 13, Stuttgart 2011, Sp. 896-902.

Spanien im 19. und 20. Jahrhundert, in: Christopher Laferl u.a. (Hg.): Handbuch Spanisch. Sprache, Literatur, Kultur, Geschichte in Spanien und Hispanoamerika. Für Studium, Lehre, Praxis, Berlin 2012, S. 469-481.

Staatsgewalt, Bürokratie und Klientelismus: Lokale Herrschaft im liberalen Spanien des 19. Jahrhunderts, in: Jörg Ganzenmüller/Tatjana Tönsmeyer (Hg.): Vom Vorrücken des Staates in die Fläche: Ein Phänomen des langen 19. Jahrhunderts, Köln, Weimar, Wien 2016, S. 131-162.

Adel und Unternehmertum im liberalen Spanien (1833-1931), in: Manfred Rasch/Peter K. Weber (Hg.): Europäischer Adel als Unternehmer im Industriezeitalter, Essen 2016, S. 255-285.

Editionstätigkeit Inhalt einblenden

Deutsche Tribüne (1831-1832). Herausgegeben von J. G. A. Wirth. Neu herausgegeben von Wolfram Siemann und Christof Müller-Wirth. Bearbeitet von Elisabeth Hüls und Hedwig Herold-Schmidt. 2 Bde., Bd., 1,1, München 2004. Bd. 1,2 München 2005.

Übersetzungen Inhalt einblenden

Die portugiesischen Verfassungen des 19. und 20. Jahrhunderts, in: Dieter Gosewinkel und Johannes Masing (Hg.): Die Verfassungen der Geschichte Europas - Wissenschaftliche Edition der europäischen Verfassungen von 1789 bis 1949 einschließlich einer Auswahl von Dokumenten aus der englischen und amerikanischen Verfassungsgeschichte, München 2006, S. 1151-1303.

Redaktion Inhalt einblenden

Jahrbuch für Geschichte Lateinamerikas, Jg. 39 (1999).

Rezensionstätigkeit Inhalt einblenden

Jahrbuch für Historische Forschung.

H-Soz-Kult.

Vierteljahrsschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Historisch-Politisches Buch.

Iberoamericana. América Latina – España - Portugal/ Notas.

Deutsches Ärzteblatt.

NTM: Naturwissenschaft – Medizin – Technik.

Sehepunkte.

Geschichte Transnational.

Historische Zeitschrift.

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang