Adolphe Martial Potémont: Les Prussiens chez nous, Blatt 8 (Civry), 1871

Belagerte Moderne. Krieg und Kommune in der französischen Druckgraphik 1870/71

Sonderausstellung vom 13. Januar bis 11. März 2022 im Universitätshauptgebäude –​ Veranstaltung am 27. Januar
Adolphe Martial Potémont: Les Prussiens chez nous, Blatt 8 (Civry), 1871
Foto: Adolphe Martial Potémont (gemeinfrei)

Meldung vom: 11. Januar 2022, 19:38 Uhr

Plakat zur Ausstellung "Belagerte Moderne" Plakat zur Ausstellung "Belagerte Moderne" Foto: Marleen Stoltz

Belagerte Moderne. Krieg und Kommune in der französischen Druckgraphik 1870/71

Sonderausstellung vom 13. Januar bis 11. März 2022 | Montag bis Donnerstag 10 bis 18 Uhr, Freitag von 10 bis 16.30 Uhr | Ausstellungskabinett, Fürstengraben 1, Universitätshauptgebäude | Eintritt frei | Bitte denken Sie an eine Maske und melden sich bei Ihrem Besuch vor Ort über QRoniton an.

Der Deutsch-Französische Krieg und die gewaltsamen Auseinandersetzungen um die Pariser Kommune stellen einen denkbar scharfen Kontrast zum kulturellen Leben der modernen Metropole Paris in den Jahren vor 1870 dar. Die 1860er Jahre waren auch in den bildenden Künsten von einem produktiven Aufbruch gekennzeichnet: Édouard Manet hatte mit ersten Skandalen in Ausstellungen auf sich aufmerksam gemacht; Maler wie Claude Monet und Camille Pissarro begannen damit, den Impressionismus herauszubilden; und eine Reihe von ambitionierten Druckgraphikern hatte die Radierung als anspruchsvolles und durchaus modernes Bildmedium wiederbelebt.

Während Krieg und Kommune in der offiziellen Kunst und im Impressionismus vergleichsweise wenige Spuren hinterlassen haben, lassen sich die einschneidenden Ereignisse der Jahre 1870 und 1871 in der Druckgraphik gut nachvollziehen. Radierungen von Adolphe Martial Potémont, Maxime Lalanne oder François Pierdon führen vor Augen, wie die Künstler mit ihren zuvor entwickelten künstlerischen Mitteln auf die radikal veränderte Situation zu reagieren versuchten. Die Ausstellung stellt ausgewählte Druckgraphiken von französischen Künstlern ins Zentrum, um einen etwas anderen Blick auf den Deutsch-Französischen Krieg und die Kommune zu richten.

Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Seminars am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zum Ausstellungsteam gehören: Johannes Grave, Carl Hartmann, Justus Hierlmeier, Rosalia Krause, Mariia Mangileva, Daniel Nordhoff, Marleen Stoltz, Luise Vetter und Mira Claire Zadrozny.

 

Veranstaltung: Präsentation und Führung in der Ausstellung

Am Donnerstag, den 27. Januar, um 20 Uhr, wird die Ausstellung im Rahmen einer digitalen Führung vorgestellt. Die Veranstaltung bietet einen Überblick über das Projekt und stellt einzelne Aspekte sowie Exponate vertieft vor.

Die Veranstaltung wird via Zoom übertragen. Dem Zoom-Meeting können Sie unter folgendem Link beitreten: https://uni-jena-de.zoom.us/j/95022542531, Meeting-ID: 950 2254 2531, Kenncode: 898282 (Die Datenschutzbestimmungen sind hier einsehbar).

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