Seminar zur Märchenforschung am 14./15.9. findet statt – Themenänderung, Nachzügler willkommen!

Das Blockseminar zur Märchenforschung findet wie angekündigt am 14./15. September je ganztägig statt. Allerdings wird das angekündigte Thema „Märchen und Migration“ auf das Wintersemester verschoben.

Meldung vom: 07. Juli 2020, 17:42 Uhr

Seminar zur Märchenforschung am 14./15.9. findet statt – Themenänderung, Nachzügler willkommen!

 

 

Das Blockseminar zur Märchenforschung findet wie angekündigt am 14./15. September je ganztägig im UHG/Hörsaal 146 statt. Allerdings wird das angekündigte Thema „Märchen und Migration“ auf das Wintersemester verschoben. Stattdessen widmet sich das Seminar:

 

Klimalüge? Märchen vom Wetter – Einführung in die volkskundliche Erzählforschung“

 

Das Seminar findet als Präsenzveranstaltung statt. Wer noch Interesse und Bedarf an der Veranstaltung hat, bitte in Friedolin eintragen.

 

 

 

S         Klimalüge? Märchen vom Wetter

           Einführung in die volkskundliche

           Erzählforschung                                            

           PD Dr. Sabine Wienker-Piepho                 

 

Bachelor

BA_VK 2, BA_VK 2, BA_VK 4 B.

Master

MVK 4, MVK 2, MWVK

 

Die historisch-vergleichende Erzählforschung, auf internationaler Ebene "Folklore Studies" oder "Folkloristics" genannt, hat in den letzten Jahren verstärkt wieder nach neuen Wegen zu neuen Erkenntniszielen gesucht. Dazu gehören nicht nur neue Begriffe, sondern auch neue Themen und Motive, die bei genauerer Betrachtung jedoch auch schon in traditionellen Narrativen aus aller Welt zu finden sind.

 

Das Wetter! Alle reden davon und das seit mehr als nur hunderten von Jahren und lange vor der Klimaproblematik. Es ist Teil der Lebens- und damit auch der Erzählwelten. Auch in mündlich überlieferten Märchen, Sagen und Mythen ging es ständig um den Umgang mit dem Wetter. Das Seminar stellt sich damit aber ebenso einem aktuellen Forschungsfeld. Als eines der Lernziele soll erprobt werden, wie man in der Subdisziplin Narratologie motivanalytisch und themenzentriert arbeitet. Dieses Instrumentarium zu beherrschen bedeutet auch im Internetzeitalter Teilhabe an einem internationalen Fachdiskurs, der im Zusammenhang mit den UNESCO-Problematiken des Intangible Cultural Heritage zudem ständig an Bedeutung gewinnt.

 

Termine

 

14.09. 2020 10–20 Uhr

15.09. 2020 10–20 Uhr

 

Voraussetzung für den Erwerb von Leistungspunkten

Die Modulprüfung besteht in der Abfassung einer Hausarbeit. Erwartet wird die regelmäßige, aktive Teilnahme und die vorbereitende Lektüre einiger der angegebenen Titel.

 

Bemerkungen

Referate für das Modul „Fachspezifische Schlüsselqualifikationen FSQ“ im Bachelorstudiengang sind möglich. Für Masterstudierende ist ein Referat im Seminar verpflichtend.

 

Einführende Literatur:

Simone Stiefbold (Hrsg.): Wetter in popularen Erzählungen. Tagungsband. Zeitschrift für Erzählforschung und Narrativistik, Zürich 2020 (im Erscheinen begriffen). Gunther Hirschfelder: Extreme Wetterereignisse und Klimawandel als Perspektive kulturwissenschaftlicher Forschung, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde 112 (2009), S. 1-25. Ina Dietsch: Klimawandel. Kulturanthropologische Perspektiven darauf, wie ein abstrakter Begriff erfahrbar gemacht wird, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 113 (2017), Heft 1, S. 21-40. Martin Scharfe: Erdbeeren im Winter. Die kulturelle Bedeutung des Unerwarteten und des Staunens, aufgezeigt an den Metamorphosen eines alten Wunschmotivs, in: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 106 (2010), Heft 1, S. 29-46. Brigitte Böhnisch-Brednich: Artikel "Wetter", in: Enzyklopädie des Märchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung, hrsg. von Rolf Wilhelm Brednich u. a., Bd. 14, Berlin u. a. 2014, S. 686-691.

 

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