Game Over Leuchtbuchstaben

Zur Gamifizierung von Terror

- über das Verhältnis von Videospielkulturen, dominanter Männlichkeit und Gewalt im digitalen Zeitalter
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Foto: Pexels/ cottonbro

Meldung vom: 12. März 2021, 15:00 Uhr

Sonia Fizek und Anne Dippel haben im Sammelband "Games and Ethics (Hrsg. von Maike Groen, Tilman Weßel u.a.) einen Aufsatz mit dem Titel "Gamification of Terror—Power Games as Liminal Spaces" veröffentlicht, welcher sich mit dem Incel-Thema über das Verhältnis von Videospielkulturen, Gewalt und Terror weißer Männer als globalem Phänomen auseinandersetzt. Der Artikel nähert sich aus kulturanthropologischer und  medientheoretischer Perspektive über die Dimension einer patriarchalen Kränkung hinaus an die Problematik an. Ausgehend von den terroristischen Attentaten von Halle und Christchurch untersuchen die Forscherinnen wie digitale Räume Gemeinschaft herstellen und welche Rolle Formen des „dark play“ dabei einnehmen.
Aktuell ist das Thema auch in den Unterhaltungsmedien: Der Tatort "Borowski und die Angst der weißen Männer“ etwa , der am 7. März ausgestrahlt wurde, greift diesen Aspekt etwa durch die Ego-Shooter-Kamera-Fahrrad-Fahrt mit GoPro auf!

 

Abstract:

Cases of domestic terrorism have increased in the last few years. Although executed in often remote locations worldwide, they share a lot of resemblances, the most striking ones of which have resulted in their recent gamified character as seen in achievement systems and first-person shooter esthetics.This chapter is an attempt to understand the so-called “gamification of terror” by looking for answers not in videogames per se but in their capacity to build communities, however destructive they might turn. The authors propose to see gamified acts of terror as dark rituals “played out” in liminal spaces to argue with the anthropologist Victor Turner.

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